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Ergebnisse der gesamten tuberkulose forschung - L. Heilmeyer - książka wyd. 1956

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Opis

Ludwig Heilmeyer (* 6. März 1899 in München; † 6. September 1969 in Desenzano del Garda am Gardasee) war ein deutscher Internist, Forscher (u. a. Hämatologe) und Hochschullehrer. Nach dem Besuch des Maxgymnasiums in München und dem Notabitur 1917 wurde er zum Militär eingezogen. Anfang Mai 1919 nahm er als Freiwilliger des Freikorps Epp an der Niederschlagung der Münchner Räterepublik teil.[1] 1919 begann er in München das Medizinstudium, das er nach bestandenem Staatsexamen 1925 mit der Promotion und der ärztlichen Approbation abschloss. Nach einer kurzen Assistentenzeit in München an der Klinik Ernst von Rombergs wurde er ab 1926 an der Medizinischen Universitätsklinik Jena tätig, wo er 1927 die Lehrberechtigung erhielt und 1928 zum Privatdozenten ernannt wurde.

Heilmeyer war von 1933 bis 1935 Mitglied des Stahlhelms, nach eigener Aussage, um in diesem Rahmen Widerstand gegen den NS zu leisten. Unter der Jenaer Professorenschaft war das 1933 wohl nicht unüblich, wenngleich der Hintergrund in der Regel nationalistisch war. Er nahm an rassenpolitischen Schulungen der Staatsschule für Führertum und Politik in Thüringen teil. 1936 wurde Ludwig Heilmeyer zum außerordentlichen Professor ernannt.1941 wurde Heilmeyer als Luftwaffenarzt einberufen. Er war zunächst im Luftwaffenlazarett in Halle-Dölau, ab 1943 in Rowno (Ukraine) und schließlich 1944 als Leiter der Inneren Abteilung der ehemaligen Universitätskliniken Krakau tätig. Daneben war er seit 1944 Beratender Internist bei der Luftflotte 4.

Nach vorübergehendem Wirken an der Medizinischen Akademie in Düsseldorf, wo er 1945 zum ordentlichen Professor ernannt wurde, und Wuppertal-Barmen übernahm er 1946 den Lehrstuhl für Innere Medizin am Universitätsklinikum Freiburg i. Br., den er bis 1967 innehatte, und wurde zum Direktor der Medizinischen Universitätsklinik. Heilmeyer begann seine Tätigkeit mit zwei Oberärzten und wenigen Assistenten. Zum Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Klinik trug er ausschlaggebend bei.

Fraglich ist Heilmeyers Rolle als Mitglied einer von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin eingesetzten Gutachterkommission zu Wilhelm Beiglböck. Beiglböck wurde in Nürnberger Ärzteprozess 1946/47 zu einer Haftstrafe von 15 Jahren verurteilt (später auf zehn Jahre reduziert), da dieser 1944 im Konzentrationslager Dachau Menschenversuche an „Zigeunern“ zur Trinkbarmachung von Meerwasser geleitet hatte.[5] Im Dezember 1951 kam er vorzeitig frei. Die Gutachter-Kommission war zu dem Schluss gekommen, dass „in der Art der Auswahl und der Gewinnung von Versuchspersonen Fehler begangen worden seien und in der Wahl eines Konzentrationslagers als Versuchsort, dass diese Fehler aber keine Verbrechen gewesen seien.“ Nach der Haftentlassung 1951 arbeitete Beiglböck zunächst bei Heilmeyer in Freiburg und wurde 1952 auf dessen Vermittlung hin Leitender Arzt der Inneren Abteilung des Krankenhauses in Buxtehude.1948 und 1949 war Heilmeyer in Freiburg Dekan der Medizinischen Fakultät. Seit 1956 war Heilmeyer Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. In die Heidelberger Akademie der Wissenschaften wurde er 1961 als ordentliches Mitglied aufgenommen.1967 wechselte er nach seiner Emeritierung in Freiburg als Gründungsrektor und Vorsitzender des Gründungsausschusses an die Medizinisch-naturwissenschaftliche Hochschule Ulm.

Heilmeyer starb 1969 in Italien an einem Spannungspneumothorax.